Sülfeld: Ein Dorf hält zusammen – Dorf mit Courage

Etwa 300 Bürgerinnen und Bürger sind der Einladung zur Informationsveranstaltung der Gemeindevertretung am Sonntag gefolgt. Vertreterinnen und Vertreter der Polizei, des RTB (Regionales Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein) und Landesdemokratiezentrum Schleswig-Holstein sind als Fachleute eingeladen und haben Hilfestellungen und Fragen beantwortet.

Seit einigen Wochen macht die Gruppe „Aryan Circle“ im Kreis Segeberg und ganz gezielt in Bad Segeberg und Sülfeld von sich reden. Sie wendet sich mit Aufklebern und direkter Ansprache an Jugendliche und wirbt für rechtsradikale Ziele. In Sülfeld wurden Bürgerinnen und Bürger bedroht und tätlich angegriffen, nachdem sie mehr als 30 Aufkleber der Gruppe von Laternen, Verkehrsschildern und Signalampeln entfernt hatten. Unter dem Motto „Wir sind MEHR“ zeigen die Sülfelderinnen und Sülfelder, dass sie sich nicht einschüchtern lassen wollen und werden.

Beim Handballligaspiel der Damenmannschaft haben über 800 Teilnehmer neben unserem Pastor Steffen Paar und Innenminister des Landes Schleswig-Holstein Hans-Joachim Grote ein deutliches Zeichen gegen Extremismus gesetzt.

Das Benefizkonzert, beim Spaziergang durch Sülfeld und auf einer Kundgebung in Bad Segeberg „Segeberg bleibt bunt„ zeigten mehrere Hunderte Sülfelder ein klare Haltung. Die Gemeinde Sülfeld findet in den Medien überregional großes Interesse. Offensichtlich ist es wohl nicht selbstverständlich, wie unser Dorf in dieser Situation zusammensteht.

Im Kampf gegen den Rechtsextremismus ist vor allem auch das Engagement der Zivilgesellschaft erforderlich und es ist wichtig, dass niemand wegsieht. Treten wir gemeinsam dafür ein, dass Sülfeld weiter offen und tolerant bleibt.

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